In der systemischen Familientherapie stehen die Beziehungen von Menschen sowie ihre Kommunikationsmuster im Mittelpunkt. Unzufriedenheit,  Symptome oder Probleme sind Ausdruck von Ungleichgewichten innerhalb der Familie und/oder des Systems (der jeweils relevanten Umwelt).

In der systemischen  (Einzel-) Therapie geht es darum, den Klienten mit seinem unerwünschten Verhalten und und den gezeigten Symptome im Kontext seiner Beziehungen und seiner Umgebung zu verstehen. Probleme oder Symptome sind daher als Ausdruck von Kommunikation und Interaktion mit der "relevanten Umwelten" zu sehen. Sie beinhalten neben den als belastend erlebten und beschriebenen Anteilen auch Lösungsversuche für ganz bestimmte Ziele, die aber nicht zum gewünschten Ergebnis führten.

Zentrale systemische Arbeitsweisen und Methoden, wie z.B. Auftragsklärung, Aufstellunge, Kontextualisierung, zirkuläres Fragen, Ressourcenorientierung, hypothetische ziel- und lösungsorientierte Fragen und abschließende kleinschrittige Zielvereinbarungen innerhalb eines wertschätzenden Feedbacks haben sich sowohl im Einzelsetting, als auch in der Arbeit mit mehreren am System Beteiligten bewährt.

Systemische Therapie fördert das Loslassen nicht hilfreicher Beziehungs- und Kommunikationsmuster, indem die eigenen Potenziale gestärkt werden. Es entsteht ein erweiterter Blick auf Situationen, eine Neubewertung von Situationen und ein Aufbau alternativer Handlungsstrategien, was einen wieder handlungsfähig macht. 

Durch ein neu entstandenes Vertrauen an sich und die eigenen Kompetenzen wird der Mut und die Kraft entwickelt, unbekannte Wege zu gehen 

Weiterführende Informationen, Theorie und Praxis der systemischen Therapie finden Sie u.A. beim Dachverband www.dgsf.org

 

"Mit der Drehung des Kopfes löst sich nicht das Problem, sondern es ergeben sich Blickwinkel, aus denen sich die Lösung ergibt."
(Alte Eulenweisheit)